Es gibt doch noch eine Staatsgarantie?

Von der Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde am 5.10.2008 folgende Erklärung abgegeben:

„Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.“

Warum wurde diese Erklärung abgegeben?

Frau Merkel wollte damit Ihr Vertrauen zurückgewinnen und auch verhindern, dass alle Spargelder abgehoben werden. So wurde daraus schnell eine „Staatsgarantie“. Leider ist dies bis heute nur ein „Versprechen“, entsprechende Gesetzesänderungen liegen nicht vor.

Wie sicher sind die Spargelder in Europa?

Bei den Zypern-Rettungsplänen wurde erstmalig über den europaweiten Zugriff auf die privaten Spareinlagen verhandelt und vorerst abgewehrt. Die allermeisten Deutschen denken, dass sie sich auf die gesetzliche Einlagensicherung verlassen können. Doch die Sicherheit ist eher Wunsch als Realität und trügerisch. Die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland hängt seit jeher am seidenen Faden. Darüber kreist das Damoklesschwert der Zwangsenteignung.

Im April 2013 verhandelten die Finanzminister der EU-Staaten über die Aufweichung des europäischen Sicherungsfonds d. h. wenn Staaten in Not geraten, kann auf die privaten Sparguthaben zugegriffen werden. Darauf reagierten die Aktienmärkte und der Goldpreis mit stark fallenden Kursen.

Tipp: Vertrauen Sie nicht blind auf den Einlagensicherungsfonds der Banken. Informieren Sie sich genau, welche Risiken Sie mit Ihren Anlageentscheidungen tatsächlich eingegangen sind – und dann überprüfen Sie Ihre bisherigen Anlageentscheidungen und handeln Sie jetzt.